Samstag, 11. November 2017

Wenn die Pferde sich mal wieder ein Schlammbad gegönnt haben

Hier geht es jetzt um das richtige Putzen, wie die Putzmaterialien richtig angewendet werden und wie die Putzboxen nach dem Putzen aussehen sollen:

Ihr habt Reitstunde und sucht euch einen Vierbeiner aus. Da macht es keinen Unterschied, ob Pony oder Großpferd, jedes von ihnen wälzt sich gerne, sei es im Matsch, in der Halle, oder in seiner Box.
Eure Aufgabe ist es nun euer Pferd so zu putzen, dass es keine Reibestellen durch den Sattel oder die Trense geben kann. Am besten putzt ihr es einfach lupenrein. Dass dies gar nicht so einfach ist, weiß jeder, der schonmal ein Pferd geputzt hat. Gerade in der Winterzeit, wo die Pferde mehr einem Teddybären ähneln, als einem Pferd ist es oft schwierig Matschklumpen aus dem Fell zu kratzen.

Nun stellt ihr euch aber dieser Herausforderung, denn ihr wollt ja schließlich reiten. Ihr halftert das Pferd, holt es aus der Box und bindet es außen an. Wer schonmal zugeschaut hat, wie ein Mädchen mit einer Körpergröße von 1,30m versucht einem Pferd von 1,74m ein Halfter aufzuziehen, der war zwar belustigt, erkennt aber bereits hier die ersten Schwierigkeiten. Das Pferd nimmt hierfür dann natürlich wohlwollend den Kopf nach unten.

Nun beginnen wir mit dem Putzen. In welcher Reihenfolge ihr das macht ist weitestgehend egal.

Beginnt ihr mit dem Fell, so startet ihr mit dem Striegel. Mit diesem raut ihr des Fell und den darin sitzenden Staub und Dreck auf. Striegel gibt es sowohl aus Gummi, als auch aus Metall. Welchen ihr benutzt ist egal. Ihr werdet merken, dass sich der Staub in dem Striegel sammelt, daher müsst ihr immer wieder den Striegel ausklopfen, damit der Staub raus geht.

Nachdem ihr das Fell aufgeraut habt, bürstet ihr Dreck und Staub mit einer Wurzelbürste oder auch Kardätsche aus. Im besten Fall macht ihr das, bis euer Vierbeiner staubfrei ist. Auch im Gesicht könnt ihr die Pferde putzen und sie somit verwöhnen. Hierfür nehmt ihr jedoch eine weichere Bürste. Gebürstet werden vor allem weder Augen, noch Nüstern.

!!! Am Wichtigsten ist hierbei jedoch die Sattellage. Liegt der Sattel auf einem dreckigen Rücken, so kann das zu Reibestellen führen. Außerdem will doch jeder ein hübsches Pferd reiten !!!


Die Mähne, den Schweif und den Schopf der Schulpferde solltet ihr bitte nicht mit einer Haarbürste bürsten. Die Haare sind oft so verknotet, dass ihr sie ihnen nur raus reißen würdet. Sammelt das Heu und Stroh heraus, sodass es einfach ordentlich aussieht. Hin und wieder bürste ich dann auch mal das Pferdehaar sorgfältig durch. 




!!! Schweif, Mähne und Schopf der Pferdehaare werden auch als Langhaar bezeichnet. Das restliche Fell ist das Deckhaar. Die Ausnahme bilden die Tasthaare. Das sind die Haare an den Bürgern und können aussehen wie Barthaare. Auf diese müsst ihr aufpassen und diese werden auch nicht gebürstet ;) !!!


Zuletzt kümmert ihr euch noch um die Hufe der Pferde. Diese müssen ausgekratzt werden, ...





... damit Steine, die womöglich im Huf stecken, diesen nicht verletzen können. 

Seid ihr fertig mit dem Auskratzen, so geht ihr den Schmutz aus den Hufen an den Rand.





Auch die Putzbox will gepflegt sein. Ihr müsst sie weder bürsten, noch schrubben, ihr solltet lediglich darauf achten, dass ihr sie von heruntergefallenem Heu ...





... befreit. Auch will das Putzzeug in Stand gehalten werden. Haare sollten aus den Bürsten gezupft werden und Dreck sollte vom Hufauskratzer entfernt werden. 



Kurzum, ihr hinterlasst die Putzboxen, wie ihr sie gerne vorfinden würdet!


!!! Die Hufe werden nur rechts und links in den Strahlfurchen ausgekratzt.





Kommt ihr mit dem Hufauskratzer in die Mitte, also in den Strahl, so kann das dem Pferd sehr weh tun. 





Ganz wichtig ist es, während dem Auskratzen neben dem Pferd zu stehen, da es sein kann, dass ein Pferd währenddessen nach hinten austritt. So steht ihr dann nicht in der Schusslinie !!!

Euer Pferd ist nun sauber und ihr könnt euch und euer Pferd vollenz anziehen für die Reitstunde. 


Beachtet ihr die Tipps so könnt ihr vermeiden, dass ihr, oder euer Pferd, sich unwohl fühlt.

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